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Dahlienlikör
Auf den Geschmack gekommen...
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Über die Vielseitigkeit und Vielgestaltigkeit der Dahlien besteht sicherlich bei keinem
Dahlienliebhaber der geringste Zweifel. Der Vielseitigkeit dieser Blume möchte ich noch eine
weitere Variante hinzufügen. Als Gartenfreundin überlegt man sich ja oft, wie es möglich ist,
die Früchte des Gartens zu verwerten und Gerüche und Wohlgeschmack länger zu erhalten,
um sie auch im Winter genießen zu können.
So hatte ich schon mehrere Jahre hindurch immer wieder neue Zusammenstellungen von verschiedenen
Beeren ausprobiert und zu Likör verarbeitet.
Eines Tages kam mir die Idee:
"Lassen sich eigentlich auch Dahlienblütenblätter verarbeiten?" Von Veilchen-,
Rosen-, Honig- und Löwenzahnlikör hatte ich schon gehört.- Aber Dahlienlikör?
Nachdem ich in verschiedenen Büchern gesucht und mich kundig gemacht hatte, dass die Dahlie nicht
giftig ist, ging ich ans Werk. In den ersten zwei Jahren probierte ich verschiedene
Geschmacksrichtungen aus, gab verschiedene Zutaten hinzu, ließ einige wieder weg
und nach einigen bitteren Enttäuschungen war er 1988 fertig: mein Dahlienlikör.
Er hat die Farbe von hellem Bernstein und schmeckt nach Dahlien und viel Sonne.
Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass der Likör mit dem Alter an Geschmack und
Reife gewinnt, und inzwischen schätzen ihn Freunde und Bekannte als besonderes Mitbringsel.
Das Rezept ist bis jetzt geheim und wird nicht verraten.
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